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Zitierhinweise

Im Rahmen einer Abschlussarbeit ist die grundlegende und aktuelle Literatur zum Themengebiet zu verarbeiten. Da aus dem Umgang mit der Fachliteratur Rückschlüsse auf die wissenschaftliche Arbeitsweise der Kandidatin bzw. des Kandidaten gezogen werden können, ist hier besondere Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit geboten.

Zitieren

Unter Zitieren versteht man die wörtliche oder sinngemäße Übernahme von Aussagen sowie das Erbringen der Belege für die Behauptung aus den benutzten Quellen. Grundsätzlich sind sämtliche übernommenen Gedanken und Aussagen als solche zu kennzeichnen; andererseits soll nicht jeder Satz durch eine Quellenangabe ergänzt werden. Es muss lediglich klar erkennbar sein, wo welche Literaturquellen herangezogen wurden. Allgemein bekannte Zusammenhänge, z. B. dass sich der Gewinn als Differenz aus Erlös und Kosten ergibt, brauchen nicht belegt zu werden.

Zitate sind nicht in Fußnoten, sondern im fortlaufenden Text zu kennzeichnen. Dabei ist die Quelle in runden Klammern - wie unten gezeigt - anzugeben. Sinngemäße Wiedergaben sind durch den Zusatz "vgl." kenntlich zu machen.

Beispiel: ... durch verbindliche Abmachungen zwischen Benutzern und Entwicklern effektiver gestalten zu können (vgl. Spitta 1989, S. 1).

Wörtliche Zitate und Anmerkungen

Wörtliche Zitate sollten äußerst sparsam verwendet werden, die Einarbeitung des Gedankens in eine eigenen Formulierung ist vorzuziehen. Lediglich bei besonders prägnanten Formulie­rungen oder grundlegenden Aussagen ist eine wörtliche Wiedergabe von Sachverhalten angebracht. Wörtliche Zitate sind durch Hochkommata und kursive Schrift deutlich hervorzuheben.

Beispiel: "...expressing the user interface requirements" (Sommerville 1992, S. 117).

Anmerkungen oder Ergänzungen zu Textstellen sind in Fußnoten mit im Gesamttext fortlaufenden Nummern anzuführen. Auch mit ihnen sollte sparsam umgegangen werden.

Literaturverzeichnis

In das Literaturverzeichnis sind sämtliche zitierten Quellen aufzunehmen. Bei Büchern sind stets die neuesten Auflagen heranzuziehen. Das Literaturverzeichnis ist alphabetisch zu gliedern; es sollte keine Trennung in Monographien, Aufsätze etc. erfolgen. Mehrere Werke eines Autors sind chronologisch anzuordnen; bei gleichem Erscheinungsjahr sind sie durch den Zusatz von a, b, c usw. zu unterscheiden. Dabei muss streng auf Konsistenz mit der Zitierweise im Text geachtet werden!

Angabe der Quellen im Literaturverzeichnis:

Monographien:

Name, Vorname [Jahr]: Titel des Buches: ggf. Untertitel. ggf. Band, ggf. Auflage, Verlagsort (maximal drei Orte angeben), ggf. Verlag.

Beispiele:

Cheong, Fah-Chun [1996]: Internet Agents: Spiders, Wanderers, Brokers, and Bots. Indianapolis (Indiana, USA), New Riders Publishing.

Stahlknecht, Peter / Hasenkamp, Ulrich [1997]: Einführung in die Wirtschaftsinformatik. Achte Auflage, Berlin u.a., Springer.

Beiträge in Sammelwerken:

Name, Vorname des Autors [Jahr]: Titel des Beitrags, in: Name, Vorname des/der Herausgeber(s) (Hrsg.): Titel des Sammelwerkes: ggf. Untertitel, ggf. Band, ggf. Auflage, Verlagsort (maximal drei Orte angeben), Verlag, erste und letzte Seite des Beitrags.

Beispiele:

Lohmann, Markus / Nopper, Norbert / Henning, Peter [1998]: Elektronisches Kon­tra­henten­matching im agentenbasierten Wertpapierhandel, in: Weinhardt, Christof / Meyer zu Selhausen, Hermann / Morlock, Martin (Hrsg.): Informations­systeme in der Finanzwirtschaft. Berlin u.a., Springer, S. 269-284.

Weinhardt, Christof [1993]: Klassifikation / Selektion versus Konstruktion / Konfiguration in Wissens­basierten Systemen am Beispiel zweier finanz­wirtschaftlicher Anwen­dungen, in: Puppe, Frank / Günter, Andreas (Hrsg.): Experten­systeme 93. Berlin u.a., Springer, S. 235‑247.

Beiträge in Zeitschriften:

Name, Vorname [Jahr]: Titel des Aufsatzes, Zeitschrift. Jahrgang, Heftnummer, erste und letzte Seite des Beitrags.

Beispiele:

Gomber, Peter [1998]: OptiMark: Neues Handelssystem in den USA, Die Bank. Nr. 11, S. 682‑684.

Schmidt, Claudia / Weinhardt, Christof / Horstmann, Ralph [1998]: Internet-Auktionen: Eine Übersicht zu Online-Versteigerungen im Hard- und Softwarebereich, Wirtschafts­informatik. 40. Jg., Nr. 5, S. 450‑457.

Dokumente aus dem WWW:

Name, Vorname [Jahr des Abrufes der Quelle]: Titel des Beitrages. Vollständige WWW-Adresse incl. Angabe des Übertragungsprotokolls (meist "http://"), ggf. Erscheinungsdatum, Abrufdatum

Beispiele:

Strassmann, Paul A. [1998]: The Value of Computers, Information and Knowledge. http://www.strassmann.com/pubs/cik/cik-value.shtml, 30. Januar 1996, Abruf am 20. April 1998.

North, Douglass C. [1998]: Institutions, Organizations and Market Competitions. ftp://wueconb.wustl.edu/econ-wp/eh/papers/9612/9612005.pdf, Abruf am 4. April 1998.


Besondere Hinweise für das Zitieren von WWW-Dokumenten

Falls erforderlich oder bekannt, sollen dem Leser besondere Hinweise zum Abruf gegeben werden (in Klammern gesetzt), z. B. "(nur für geschlossene Benutzergruppe zugänglich)", "(Server nicht mehr existent)", "(Dokument auf dem Server nicht mehr verfügbar)", "(Abruf kostenpflichtig)" o. ä.

Uniform resource locators (URLs) werden nicht in Silbentrennung und Blocksatz einbezogen. Insbesondere sollen keine Trennstriche verwendet werden, sofern diese nicht Bestandteil der Adresse sind. Falls erforderlich, kann ein Zeilenumbruch (ohne Trennstrich) hinter den Adressbestandteilen Punkt, Binde- oder Schrägstrich erfolgen.

Beim Zitieren von Beiträgen offener Informations- oder Wissenssammlungen (wie bspw. wikipedia.org oder Blogs) ist zusätzlich anzugeben, auf welche Version des Beitrags sich die Quellenangabe bezieht. Wenn vorhanden, dient dazu eine Versionsnummer oder ein Einstelldatum der betreffenden Version. Sollte kein Autor bzw. nur ein Pseudonym zuordenbar sein, reicht die Angabe der Informations- oder Wissenssammlung.

Grundsätzlich sind wissenschaftlich begutachtete Beiträge sonstigen redaktionell begutachteten Beiträgen vorzuziehen, welche wiederum nicht begutachteten Beiträgen vorzuziehen sind. Insbesondere muss bei jedem Verweis auf eine offene Informations- oder Wissenssammlung geprüft werden, ob nicht eine (wissenschaftlich) begutachtete Quelle vorliegt, die vergleichbare Informationen liefert. Sollte dies der Fall sein, ist die begutachtete Quelle zu bevorzugen. Offene Informations- oder Wissenssammlungen sollten nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Da sich die Dateistruktur ändern kann, sollte jedes zitierte Dokument zusätzlich ausgedruckt werden.


Weitere Hinweise

Daten-CDs, Interviews, Briefe, Vorträge, usw. sind nach Absprache mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer zu zitieren.

Ist der Autor nicht angegeben, gibt man ersatzweise "o. V." (ohne Verfasser) an.

Der Vorname des Autors kann mit dem Anfangsbuchstaben abgekürzt werden. Allerdings ist hierbei auf die Einheitlichkeit zu achten. Es gilt: entweder immer alle Vornamen ausschreiben oder immer abkürzen. Ausnahmen sind möglich, wenn der Vorname des Autors in der Originalquelle abgekürzt ist, Sie jedoch die Vornamen anderer Autoren ausschreiben möchten.

Ist kein Jahr angegeben, gibt man ersatzweise "o. J." (ohne Jahresangabe) an.

Fehlt die Angabe des Verlagsortes, gibt man ersatzweise "o. O." (ohne Ortsangabe) an.