Erfahrungsbericht May Schneider

May Schneider hat im Wintersemester 2006/07 ihr Studium der Informationswirtschaft aufgenommen, welches sie voraussichtlich 2012 mit dem Master abschließen wird. Ihr Praktikum bei der IBM Software AG, Abteilung Technical Sales WebSphere – BPM fand vom 01.06.2010- 31.10.2010 in Walldorf statt.



Wie kam es zu dem Praktikum?

Da das KSRI eng mit IBM kooperiert, kam der Kontakt über den Lehrstuhl zustande. Ich habe mit dem Mitarbeiter Francois Habryn darüber gesprochen, dass ich Interesse an einem Praktikum habe, er vermittelte mir den Kontakt. Die Stelle „Erstellung, Durchführung eines Kundenseminars im Geschäftsprozess-Management“ hat gut zu mir gepasst, auch in meinem Studium beschäftige ich mich mit einer Kombination aus BWL und Informatik.


Wie sah das Bewerbungsverfahren aus?

Das Praktikum wurde ausgeschrieben. Ich habe ein Online-Formular ausgefüllt und die wichtigsten Unterlagen wie Zeugnisse und einen Notenauszug vorgelegt. Etwas später führten mein künftiger Chef und der Abteilungsleiter ein Telefoninterview mit mir. Die Fragen wurden hauptsächlich zu meiner Person und meinem Studium gestellt. Ich denke, letztendlich war es denen wichtig, dass ich vorher schon gearbeitet hatte und das auch branchennah. Zwei Tage später bekam ich die Zusage.


Wie lief das Praktikum ab?

Ich hatte ein kleines Projekt bei Tech Sales zu bearbeiten, es sollte ein neues Konzept zum Vertrieb der Business Process Lösung von IBM erstellt werden. Zunächst kümmerte ich mich um die Marktstudie, um zu schauen, welche Lösungen die Konkurrenz erarbeitet hat. So bekam ich Kontakt zu vielen Leuten und Abteilungen z.B. der Marketing, Sales und GBS Consultants und sah, wie die Fäden zusammenlaufen. Auf der Marktstudie aufbauend habe ich ein typisches BPM-Szenario implementiert, um dadurch die Vorzüge einer BPM-Lösung zu veranschaulichen. Das neue Vermarktungskonzept ist mittlerweile bei mehreren Kunden im Einsatz.
Außerdem durfte ich an internen Schulungen teilnehmen, am Quartalmeeting und der WebSphere Conference.


Was war das Besondere an dem Praktikum?

Ein Vollzeitpraktikum wäre mit meinem Studium schlecht vereinbar gewesen, deshalb war ich positiv überrascht, dass dieses Praktikum in Teilzeit machbar war. Ich habe im Schnitt 18 Stunden pro Woche gearbeitet, die ich mir flexibel einteilen konnte. Die Infrastruktur bekam ich bereitgestellt, u.a. auch einen Laptop, so dass auch Home-Office möglich war. Einmal pro Woche, spätestens aber alle zwei Wochen, gab es ein Treffen mit dem Chef.
Was ich auch noch beachtlich fand, war der Umgang miteinander. Ich wurde nie wie eine Praktikantin behandelt, sondern wie ein vollwertiges Unternehmensmitglied.


Was haben Sie „mitgenommen“?

Das Praktikum hat mich nochmal darin bestärkt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Ich bin selbstständiger geworden und habe mich sehr wohlgefühlt. Sicherlich finde ich IBM auch als künftigen Arbeitgeber interessant. Alle helfen gerne weiter und geben Tipps, man kann sogar bei anderen Standorten und Abteilungen anrufen und erhält prompt eine Auskunft. Auch der Kontakt zu meinem ehemaligen Chef besteht bis heute. Ich kann anderen Studenten zu einem solchen Praktikum nur zuraten.

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KIT – University of the State of Baden-Wuerttemberg and National Research Center of the Helmholtz Association